Hoffnungszeichen

Liebe Gemeinde, bitte senden Sie uns selbst geschriebene Texte und Gebete zu, die Ihnen Hoffnung geben. Diese Texte möchten wir hier gerne veröffentichen, so dass auch andere Menschen von ihnen profitieren können. Texte anderer Autoren dürfen wir hier leider nicht veröffentlichen, da wir für diese Texte keine Rechte haben.

Lieber Gott…..
Bestimmt hörst du das in den letzten Wochen und Tagen – nun wieder öfter zu dir sagen.
Die Menschen, sie wenden sich jetzt vermehrt an dich- mit ihren Gedanken und Sorgen- voller Hoffnung auf ein gutes Morgen- sind sie dankbar, für das Leben an sich.
Sie hören die Vögel, spüren die Wärme der Sonne, spüren den Wind.
Sehen das spielende lachende Kind.
Es erfreut sich an Dingen, die wir nicht mehr sehen und die wir längst nicht mehr verstehen.
Es ist so unbekümmert- voller Vertrauen lebt es im Jetzt und Hier- Und wir?
Wir wären jetzt gern wie das Kind-
versuchen uns zu besinnen-
schauen und hören nach innen-
erkennen nun Dinge, die wirklich wichtig sind.
Alles andere gerät in den Hintergrund-
man wünscht sich gegenseitig:
Bleib gesund!
Lieber Gott…
mach, dass wir nicht nur in der Not so sind, wie das spielende lachende Kind.


Für die Hoffnungstexte im Internetauftritt des Pastoralen Raumes habe ich einen Songtext der Schola aus dem Kabarett-Programm des Jahres 1984 ausgesucht. „Engel fallen nicht vom Himmel“
Er sei allen gewidmet, die nun für andere Menschen Engel sind:
Ärzte und Krankenschwestern, Pflegepersonal in der Alten- und Krankenpflege, Lehrer und Erzieherinnen, Menschen, die in der Nachbarschaft Hilfe leisten, allen, die den „Laden am Laufen halten“.

Karl-Josef S.

Engel fallen nicht vom Himmel
Ich träumte, dass heute ein Engel auf die Erde kommt,
ich träumte, dass heute geschieht, was vielleicht doch sein kann.
Schon immer, wenn ich mal betrübt oder einsam war,
dann wünschte ich mir: Wär doch jetzt ein Engel bei dir.
            Er reichte mir lächelnd die Hand hin, wie ein guter Freund.
            Ich sagte ganz schüchtern: „Hallo, wo warst du so lange?“
            Dann sah‘n wir uns an und ich dachte: „Woher kennst du den?“
            Mir war so, als hätte ich ihn schon einmal geseh‘n.
Engel fallen nicht vom Himmel,
Engel, die sind längst schon da.
Wenn mich mal ein trauriges Gefühl beschleicht,
hoffe ich, dass sich ein Engel zeigt.
Engel fallen nicht vom Himmel,
und wenn ich mal nicht mehr kann,
und es lässt mich jemand nicht mit mir allein,
muss es ganz bestimmt ein Engel sein.  
Ich schlief wieder ein und ich träumte, er war wieder da.
Ich fragte: „Was ist denn passiert? Was haben wir versäumt?“
Er sagte: „Ich bleibe bei dir“, und davon bin ich aufgewacht.
Vielleicht wird es wahr und ich habe nicht nur geträumt.
Denn weißt du
Engel fallen nicht vom Himmel,
Engel, die sind längst schon da.
Wenn mich mal ein trauriges Gefühl beschleicht,
hoffe ich, dass sich ein Engel zeigt.
Engel fallen nicht vom Himmel,
und wenn ich mal nicht mehr kann,
und es lässt mich jemand nicht mit mir allein,
muss es ganz bestimmt ein Engel sein.  
Text:    Johannes Breling


Ein Hoffnungstext in diesen Zeiten – kein einfaches Unterfangen!
In mir sind mehr Fragen als Antworten:
Warum? Wozu? Gibt es einen Sinn? Einen Sinn, den ich nur nicht erkenne? Welche Rolle spielt Gott im ganzen Weltgeschehen? Könnte er Schlimmeres verhindern? Wie wird es weiter gehen? Gibt es Perspektiven für uns und unsere Kinder????
Ich kenne die Antworten nicht.
Aber ich kenne Menschen,
… die es geschafft haben, eine unabänderliche Situation anzunehmen.
… die trotz einer schweren Erkrankung die Hoffnung nicht aufgeben.
… die versuchen, das Beste aus ihrer Situation zu machen.
… die trotz schwieriger Zeiten andere zum Lachen bringen.
… die helfen, wo es möglich ist.
… die zuhören.
… die man zu jeder Tageszeit anrufen kann.
… die Kraft aus dem Gebet schöpfen.
… die immer noch eine Idee mehr haben, als man glaubt.
… die trösten, wo jemand zu verzweifeln droht.
… die im Verborgenen viel Gutes tun.
… die selbst nicht wissen, wie gut sie anderen tun.
… die mit Energie und Kreativität jeden Tag Neues ausprobieren, um Mut und Hoffnung zu verbreiten.
Die Fragen bleiben, und die Antworten kenne ich nicht.
Aber die Menschen um mich herum lassen mich die Hoffnung nicht aufgeben. Vielleicht sind ja wir – Du und ich – diejenigen, durch die Gott in dieser Welt wirkt.
Annette B.


Herr, schenke mir Geduld
in dieser Zeit des Wartens
und Hoffens auf gute Neuigkeiten.
Herr, stärke mich mit deinem heiligen Geist,
wenn ich Angst um mich und die Menschen,
die ich liebe, habe.
Herr, segne die Kranken,
ihre Angehörigen und Freunde
und nimm die Verstorbenen
in Dein Reich auf.
Herr, beschütze meine Tochter und ihre Freundinnen,
mich, meine Eltern, meine Nachbarn, meine Kollegen
und alle, die ich in meinem Herzen trage.
Sei bei allen im Pastoralen Raum am Hagener Kreuz!
Ich bete besonders für alle Firmbewerber und alle Firmkatecheten,
alle Pfadfinder und Pfadfinderleiter,
Mitlektorinnen und den Samstagsfrauen.
Amen.
Tanja N.




Informationen aus dem Pastoralteam

Heute haben wir mit dem Pastoralteam über die aktuelle Situation gesprochen. Wichtig ist uns erst einmal mitzuteilen, dass wir weiterhin für die Menschen in unseren Gemeinden ansprechbar bleiben wollen. Unsere Telefone sind besetzt und auch auf E-Mails antworten wir gerne. Schrecken Sie also bitte nicht davor zurück, uns zu kontaktieren, wenn Sie Gesprächsbedarf haben oder Hilfe brauchen. Unsere Kontaktdaten finden Sie hier. Auch unsere Pfarrbüros sind weiterhin telefonisch und per E-Mail erreichbar. Sollten wir etwas übersehen oder nicht bedacht haben, sagen Sie uns gerne Bescheid.

Unsere Kirchen bleiben geschlossen und stehen uns Gläubigen im Moment nicht als Orte des persönlichen Gebets zur Verfügung, denn die klare Botschaft lautet: Beiben Sie zu Hause, wenn es Ihnen möglich ist!

  • Stattdessen wollen wir jeden Sonntag um 11 Uhr gemeinsam beten. In ganz Hagen werden um diese Zeit die Glocken läuten. Beten Sie zu Hause ein Vater Unser. Unsere evangelischen Mitchristen werden dies auch tun.
  • Rufen Sie uns an, wenn Sie möchten, dass wir eine Kerze in der Kirche in Ihrem Namen anzünden.
  • Schauen Sie Fernsehgottesdienste oder Gottesdienste, die im Internet übertragen werden. Auf der Seite des Erzbistums gibt es dazu Links und Termine: Klicken Sie hier
  • Jeden Abend stellen wir ein Licht auf die Fensterbank und beten mit allen Menschen, die dies auch grad tun für die Menschen, die grad für alle arbeiten.

Unsere Schaukästen, Pfarrnachrichten, diese Homepage und die sozialen Medien wollen wir dazu nutzen, den Menschen Mut zu machen. Wir sind auf der Suche nach Menschen, die uns selbst verfasste Gebete, „Mutmach-Texte“, Fotos oder vielleicht sogar selbst gemalte „Mutmach-Bilder“ zur Verfügung stellen, die wir in den kommenden Wochen veröffentlichen können.

Folgende Termine und Gottesdienste finden bis auf weiteres NICHT statt:

  • Alle Veranstaltungen in den Gemeinderäumen
  • Alle Gottesdienste unter der Woche und am Wochenende
  • Die Gottesdienste in der Karwoche (Palmsonntag, Gründonnerstag, Karfreitag) und die Ostergottesdienste
  • Taufen
  • Erstkommunionfeiern
  • Trauungen
  • Beerdigungen finden nur im engsten Familienkreis am Grab statt.

Da wir die aktuelle Entwicklung der Situation zur Zeit nicht zuverlässig einschätzen können, können wir an dieser Stelle leider auch keinen konkreten Zeitpunkt nennen, bis wann diese Regelung gilt. Wir halten Sie aber natürlich auf dem Laufenden.

Auch wenn es zur Zeit vielleicht schwer fällt, sich als christliche Gemeinschaft verbunden zu fühlen, so können wir doch in dieser Zeit zusammen beten, jeder an seinem Ort. Und wir können uns solidarisch zeigen mit allen Menschen hier in Hagen und der ganzen Welt. Vermeiden wir unnötige Aufeinandertreffen mit anderen Menschen, helfen wir da, wo wir helfen können, und verbreiten wir die christliche Botschaft als Hoffnungsbotschaft. Die Fastenzeit ruft uns auf zu verzichten, um den Blick für neue Dinge zu weiten. Fangen wir jetzt damit an und machen wir das Beste draus. Und vor allem: Bleiben wir zu Hause!

„Und der Friede Gottes, der höher ist als unsre Vernunft, der halte unsern Verstand wach und unsre Hoffnung groß und stärke unsre Liebe.“

Ihr Pastoralteam