Nachruf +Hans Erkling

Nach geduldig ertragener Krankheit verstarb am 18. Mai 2024 Herr Hans Erkeling. Herr Erkeling war viele Jahre im Kirchenvorstand aktiv und ist als „rechtlicher Berater“ dem Kirchenvorstand sehr oft bei Vertragsverhandlungen oder in Rechtsangelegenheiten mit Sachverstand zur Seite gestanden.
Als gebürtiger Hohenlimburger genoss Herr Erkeling in der ganzen Stadt hohes Ansehen. Vor vielen Jahren gründete er mit seiner Ehefrau Dora Erkeling den Verein „Don Bosco International“, um mit Spenden benachteiligten Kindern und Jugendlichen in anderen Ländern eine gute Zukunft zu ermöglichen. Als Trägerverein fungiert bis heute der Orden
der Salesianer Don Bosco, so dass die Hilfsprojekte von „Don Bosco International“ in der ganzen Welt zu finden sind.

Mehrmals im Jahr besuchte das Ehepaar Erkeling auf eigene Kosten verschiedene Länder, in denen die Hilfsprojekte des Vereins aktiv wirkten. Und nach jedem Besuch zeigte sich bei Herrn Erkeling eine starke Betroffenheit ob der Lebens situation der Kinder und Jugendlichen. Doch umso dankbarerwar er, dass die gesammelten Spendengelder die Not
der betroffenen Kinder und Jugendlichen mildern konnten. Auch aufgrund dieses Engagements wurde dem Ehepaar Erkeling das Bundesverdienstkreuz vom Bundespräsidenten verliehen.
Zudem war Hans Erkeling auch „Ritter vom Heiligen Grab zu Jerusalem“. Seine bescheidene und dezente Art, sowie seine oftmals stille und unaufdringliche Zuwendung und Empathie mit Blick auf die Not der anderen, machte ihn in der Tat zu einem „wahrhaften Ritter“.
Dazu besaß er eine gehörige Portion Humor, den er so manches mal ganz unvermittelt und auf eine „schelmische Art“ zum Vorschein brachte. Besonders seine Enkelkinder können davon erzählen. Denn auch dies ist ein großartiges Merkmal von ihm gewesen : Er war durch und durch Familienmensch. Gerade in den Zeiten seiner Krankheit fand er großartigen Rückhalt in seiner Familie und er lebte bewusst mit ihnen diese Zeit bis zum
Schluss.
Sein Glaube an das Evangelium war die Grundlage seines Handelns in jeder Lebenssituation.
Im Vertrauen auf Jesu Zusage vom „Leben in Fülle“ empfing er noch kurz vor seinem Tod die Kommunion, dies war ihm wichtig und er meinte es damit ernst.
Hans Erkeling hat Großartiges geleistet für viele Menschen in Hohenlimburg, für
die Gemeinde St. Bonifatius und vor allem für viele Kinder und Jugendliche in vielen
Ländern der Erde, die kaum eine Perspektive im Leben hatten.
Die Gemeinde St. Bonifatius wird ihm stets ein ehrendes Andenken bewahren.
Dieter J.
Aufenanger, Pfr.

Es lebe die Liebe: Ein grandioser Chansonabend

„Vive l amour“ lautete der Titel des eindrucksvollen und abendfüllenden Chansonabends, den der Schauspieler und Sänger Thomas Wißmann gemeinsam mit seinem Pianisten Dirk-Johannes Neumann im vollbesetzten Heinrich-König-Haus bestritt.

Die Katholische Ehe-, Familien- und Lebensberatung veranstaltete diesen Abend in Kooperation mit dem Dekanat Hagen-Witten und dem Pastoralen Raum Am Hagener Kreuz im Rahmen des Themenmonats Stark in Beziehungen als Gemeinschaftsprojekt der Fachkonferenzen der Paar-, Ehe- und Familienpastoral im Erzbistum Paderborn.

Die Zuhörinnen und Zuhörer ließen sich schnell von diesem vielfältigen Programm und der starken Bühnenpräsenz Wißmanns in den Bann ziehen. Nicht nur große Liebeslieder, sondern auch leidvolle oder sehnsüchtige Töne kamen zum Klingen und erinnerten daran, welche ambivalenten Gefühle Liebe in Menschen auslösen kann. Zu Gehör kamen Chansons aus den Jahren 1940 bis 1975, Liebeslieder in allen Facetten, von Aznavour über Barbara und Bécaud bis Trenet, stets virtuos von Dirk-Johannes Neumann am Klavier begleitet.

Im zweiten Teil des Abends genoss das Publikum sichtlich amüsiert Wißmanns gekonnte Interpretation von „Du lässt dich gehen“ oder den im Stil eines pubertierenden Mädchens vorgetragenen Text „Die Mutter spricht, ich soll’s nicht leiden“. Schließlich ließ es sich sogar fröhlich zu einem Kanon verführen und sang bei den Zugaben „Gute Nacht Freunde“ und „Überall blühen Rosen“ kräftig mit: Vive l´amour – Es lebe die Liebe!

Pfarrcaritas sammelt für die Ukrainehilfe

Am Dienstag 11. Juni und am Mittwoch 12. Juni wurden bei uns in der Caritas zwei große Autos voll mit Materialien für die Ukraine-Hilfe Westfalen e.V. abgeholt.  Mit dabei waren eine größere Spende mit z.B. „Krücken, Koffern,  Bettwäsche, Herren-T-shirts, Stoffe, Wolle und vieles mehr. Besondere Freude machten auch die Kerzenspenden die wir mitgeben konnten. Aus diesen Kerzenspenden werden Lichter in Konservendosen hergestellt, die bei Stromausfällen , die immer häufiger vorkommen, ein bisschen Licht und Wärme spenden.

Aus den Stoff- und Wollresten werden besondere Kleidungen wie z.B. Socken und Hosen mit Knöpfen hergestellt,  die man bei Verletzungen leichter an- und ausziehen kann.

Da der Krieg mit unverminderter Härte weiter geht,  werden wir von der Pfarrcaritas Sankt Bonifatius auch weiter für die Ukraine-Hilfe sammeln.  Willkommen sind weiterhin Verbandsmaterial, Kerzenreste,  saubere, gut erhaltene Herren-T-shirts, und  Herrenunterwäsche, Bettwäsche und zur Zeit auch sauber gespülte von der Papierschicht befreite Konservendosen und einiges mehr. Sprechen Sie die Mitarbeiterinnen der Pfarrcaritas bitte an. Wir haben eine aktuelle Bedarfsliste vorliegen.

Für den Pfarrcaritas

Erika Hankeln

Buchpräsentation „Ausgegrenzt, weggesperrt, ermordet.“

Der Hagener Geschichtsverein und das Rahel-Varnhagen-Kolleg stellen am Dienstag, den 18. Juni um 16:00 Uhr in der Aula des Christian-Rohlfs-Gymnasium das Buch „Ausgegrenzt, weggesperrt, ermordet. Hagener Opfer des NS-Terrors“ vor. Das Buch beinhaltet zahlreiche Biographien Hagener Opfer, darunter eine neue Biographie des Emster Vikars Heinrich König.
Sie sind herzlich eingeladen.

Schüler des Rahel-Varnhagen-Kollegs werden mithilfe einer Powerpoint Präsentation über drei Schicksale berichten, auch über Heinrich König.

Das Buch ist aus zwei Gründen außergewöhnlich und lesenswert:

– Im Buch werden in Hagen bisher wenig oder gar nichts bekannte Opfergruppen vorgestellt: Homosexuelle, Wehrmachtsdeserteure, „Feindsenderhörer“ (BBC-Hörer), ein katholischer Pfarrer, Euthanasie- und Zwangssterilisierungsopfer… 

– Ein Großteil der Beiträge sind von Hagener Opferangehörigen geschrieben worden, z.B. Michael Eckhoff über seinen von der Gestapo gefolterten Großvater, Frau Stern über ihre jüdische Tante Margot aus Hohenlimburg, ermordet in Weißrussland im Alter von 14 Jahren oder Herr Troost über seinen Onkel, von einem Wehrmachtsgericht wenige Tage nach seinem 23. Geburtstag hingerichtet .

Unter anderen Gründen wurde König 1941 verhaftet, da er sich gegen die Patientenmorde geäußert hat. Die Euthanasie in Hagen ist auch Thema der Ausstellung  „Gegen das Vergesen“, in der der Hagener Geschichtsverein für die meisten Inhalte firmiert. Träger des Projekts ist die Caritas Hagen.

Das Buch kann für 15 € erworben werden, sei es direkt beim Verein oder in „Quadrux“, „Buchhandlung am Rathaus, „Lesen und More“ und wahrscheinölich bei „Thalia“ und „Buchhandlung Hohenlimburg“.

Pablo Arias
Rahel-Varnhagen-Kolleg, das Emster Abendgymnasium